Was ist eine Heilmassage

Heilmassagen werden vom Arzt verordnet. Der Verordnungsschein verweist auf die Diagnose und die Therapieempfehlung des Arztes. Die Heilmassage wird aufgrund von bestehenden Problemen ausgeführt. In den meisten Fällen werden dabei chronische Schmerzzustände behandelt, um sie zu lindern bzw. eine weitere Verschlechterung zu vermeiden. Sie lassen sich perfekt mit Wärmebehandlungen und Schröpftherapien verbinden um den Erfolg noch zu verstärken.


Bei welchen Beschwerden und Schmerzen empfiehlt sich eine Heilmassage?

Wenn der Arzt eine Verordnung ausstellt, liegen Beschwerden wie Verspannungskopfschmerz, schmerzhafte Einschränkungen des Bewegungsapparats oder Muskelverhärtungen vor. Weitere Gründe sind postoperative Behandlungen (zum Beispiel bei Bänderrissen, Ödemen oder Narbenentstörungen) und Sportverletzungen (zum Beispiel Muskelfasereinrisse, Läuferknie, etc.).


Wie wirkt ein Heilmassage?

Je nach Beschwerden werden Bewegungseinschränkungen bestmöglich behoben, Schwellungen reduziert, Ödeme abtransportiert oder Schmerzzustände gelindert.


Wie läuft eine Heilmassage ab?

Vor Beginn der ersten Behandlung wird ein Befundgespräch geführt. Dabei werden sämtliche Unklarheiten beseitigt, falls es trotz Befunde noch welche geben sollte.

– Art und Dauer der Heilmassage

Die Dauer und Art der Behandlung hat sich seit 1. Jänner 2017 von Seiten der Gebietskrankenkasse geändert. Statt der einzelnen Kürzel für die unterschiedlichen Therapien gibt es seither nur mehr die Kürzel PT-1, PT-2 und PT-3. Diese beziehen sich auf die Behandlungsdauer. Beim Heilmasseur sind mit PT-1 und PT-2 sowohl die klassische Heilmassage als auch die Manuelle Lymphdrainage möglich. Ebenfalls steht es dem Heilmasseur frei, dazu eine Begleittherapie zu kombinieren (Warmmoor, Kaltmoor).

Eine 45-minütige Manuelle Lymphdrainage wird von der GKK zu einem gewissen Teil refundiert. Die Begleittherapien werden ebenfalls durch einen geringen Beitrag von der Kasse unterstützt. Die Klassische Heilmassage hingegen wird nicht mehr refundiert.

– Wie viele Massagen bekomme ich verordnet?

Im Normalfall werden sechs Therapien verschrieben. Spätestens bei der Bewilligung durch den Chefarzt wird die Anzahl entschieden. Einer Folgeverordnung steht je nach Diagnose meist nichts im Weg.

– Welche Abstände sollten zwischen den Behandlungen eingehalten werden?

Bei der klassischen Heilmassage empfiehlt sich unbedingt ein Ruhetag zwischen zwei Therapien, da man der Muskulatur auch die Zeit lassen sollte, sich auf die neuen Impulse einzustellen. Anfangs wird es nach der klassischen Massage zu leichten Nachwirkungen, ähnlich einem Muskelkater, kommen. Daher wäre eine Massage bereits am folgenden Tag nicht sehr angenehm. Eine manuelle Lymphdrainage kann problemlos mehrere Tage hintereinander erfolgen, da diese Behandlung nicht direkt auf den Muskel einwirkt und durch die sanften Hautverschiebungen keine muskelkaterähnlichen Nachwirkungen auftreten.

– Was muss ich nach der Massage beachten?

Die Massagen werden gerne mit einer Physiotherapie kombiniert. Beides kann problemlos am selben Tag geschehen. Abzuraten ist von schweren Sporteinheiten wie zum Beispiel Gewichtheben während des Behandlungszyklus, da wir bei der klassischen Massage die Muskulatur lockern und durch das intensive Training dieser Behandlungserfolg stark eingeschränkt wird.

– Wer bezahlt die Heilmassage?

Die Heilmassagen sind beim Heilmasseur selbst zu bezahlen. Grundlegend erhält man bei einer verordneten Heilmassage, nach Zustimmung des Chefarztes, einen geringen Kostenanteil für die manuelle Lymphdrainage, Kaltmoor und Warmmoor rücküberweisen. Dafür muss man die chefärztliche Bewilligung, die unterschriebene Verordnung und die Rechnung bei der zuständigen Krankenkasse einreichen.

Weitere Möglichkeiten der Rückzahlung gibt es über private Versicherungen. Sollten die Therapien aufgrund eines Unfalls verordnet worden sein, kann man bei seiner privaten Unfallversicherung weitere Rückzahlungen anfordern. Ohne Unfall kann man sich an seine private Krankenversicherung wenden. Wenn diese einen Ambulant-Tarif beinhaltet werden die Massagekosten ebenfalls zu einem Guten Teil refundiert. Am besten man informiert sich bereits im Vorhinein bei seinem Versicherer.

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