Ja, es gibt mich noch. Eine gefühlte Ewigkeit hat mein Gesundheits-Blog auf neues Futter gewartet. Da kommt ein neuer Artikel in der Rubrik „In sportlicher Mission“ sehr gelegen. Nur beschäftigen wir uns diesmal nicht mit Tae-Kwon-Do, Tennis oder Fußball, sondern mit dem „Mega-Trend“ des Sommers 2016 – Pokemon GO.

Dem Trend ist keine (Alters-)Grenze gesetzt

Seit Tagen hört und liest man Nachrichten rund um das Trendspiel 2016 . Mit Pokemon GO bringt Nintendo wieder frischen Wind in die Welt der Taschenmonster, die uns bereits seit den 90ern vor den Gameboy und die Konsolen gebannt hat. Nur ist es jetzt vorbei mit dem Zocken in den eigenen vier Wänden. Die Pokemon warten in der realen Umgebung darauf von euch eingefangen zu werden. Poke-Stops und Arenen warten mit tollen Belohnungen auf, wenn ihr euch in Bewegung setzt und diese aufsucht. Und das bleibt euch dann auch nicht erspart, Kilometer für Kilometer abzugehen bzw. mit dem Fahrrad abzufahren. Natürlich gibt es auch bei diesem Spiel wieder Möglichkeiten für die Bewegungsmuffel.

Um was geht es bei dem Spiel?

Wie schon vom ersten Pokemon-Spiel her bekannt, geht es um die Jagd auf die zahlreichen Taschenmonster. Das Spiel ist mit Google-Maps verlinkt und arbeitet grundlegend mit aktivem GPS-Signal. So kann es sein, dass plötzlich ein Raupi auf dem Esstisch erscheint oder ein Bluzuk am Badesee erscheint. Egal wo sie auftauchen, Anklicken, Pokeball raus und schön zielsicher auf das kleine Monster werfen. Mit etwas Glück hat man dann ein Monster mehr in seiner Sammlung. Die Pokemon kann man dann auf Dauer verstärken und entwickeln. Nun aber der Knackpunkt: Mit reinem Rumsitzen und Warten wird man nicht besonders viele Tierchen erwischen (außer man nutzt Lockmodule). Um seine Sammlung zu erweitern ist Bewegung angesagt.
In meinem Fall sind es bisher knapp 23 Kilometer in zwei Tagen. Und ganz ehrlich: Die Fußstrecke hätte ich ohne das Spiel sehr wahrscheinlich nicht zurückgelegt.
Wenn einem die Pokebälle ausgehen empfiehlt es sich regelmäßig Poke-Stops zu besuchen. Diese sind meist Wahrzeichen und Denkmäler in der Umgebung, aber auch das eine oder andere Geschäft. Zusätzlich gibt es ein paar Gimmicks um die Chance des Jagd-Erfolgs zu erhöhen (Rauch, Lockmodule, Brutkästen für Poke-Eier, etc.). Die letzten relevanten Plätze sind Arenen (Bahnhöfe, Rathäuser, etc.). Diese kann man mit Pokemon-Kämpfen gegen die Arenameister übernehmen und sich so jede Menge Erfahrungspunkte verdienen.

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Foto: Medaillen – Pokemon GO

 

Mein Fazit

Ich finde das Spiel sehr gelungen, es erinnert in der Basis ans Geo-Catching, nur eben mit dem Bonus „Pokemon“. Man motiviert die Spieler definitiv zu mehr körperlicher Bewegung und die Poke-Stops (oft Denkmäler) vermitteln sogar eine Art von Bildungsauftrag. Es ist unglaublich wie viele andere Gamer man trifft und die Community ist großteils sehr sympathisch und es findet eine rege Kommunikation statt.
Schlecht finde ich die ständigen Überlastungen der Server. Wenn ein Lockmodul aktiviert wird – sprich ein Poke-Stop wird mit einem Lockmittel ausgerüstet, das das Pokemon-Aufkommen in der Umgebung für eine halbe Stunde für alle Spieler erhöht – dann lockt das neben den Pokemon auch etliche Spieler an und nach wenigen Minuten hört man von allen Seiten die ersten Kommentare, wie „Jetzt geht nix mehr“ / „Ich komm nicht mehr ins Spiel“ / „Es hat sich schon wieder aufgehängt“. Da gehört wirklich schnellstmöglich eine Verbesserung her, sonst wird der Trend so schnell abflauen, wie er entflammt ist.
Vom sportlichen Aspekt gibt es einiges anzuprangern. Während viele Spieler den Bewegungsauftrag zu Fuß oder per Fahrrad wahrnehmen, sind es gerade die Burschen und Mädels in den 20ern, die sich mit dem Auto von Poke-Stop zu Poke-Stop bewegen und teilweise gefährliche Verkehrssituationen provozieren, da sie im Schleichtempo herumfahren oder abrupt abbremsen um ein plötzlich auftauchendes Pokemon zu fangen. Für diese Leute tut es mir sehr leid, denn da wird es sicher noch einige Unfälle geben.

Tipps & Tricks

Zum Schluss möchte ich euch gerne noch ein paar Kniffe verraten. Viele werden sie schon kennen, aber wie ich die letzten Tage bei der Pokemon-Suche erlebt habe, stehen doch immer wieder offene Fragen im Raum.

Pikachu als Start-Pokemon
Wenn ihr das Spiel das erste Mal startet erscheinen Glumanda, Bisasam und Schillok. Wenn ihr euch 4x aus dem Kartenbereich der drei Monster bewegt, droppen diese immer wieder neu in eurer Nähe. Beim vierten Mal steht dann auch ein Pikachu dabei. Gleich einfangen und schon habt ihr den gelben Superstar als Starter-Pokemon.

Pokemon-Eier produktiv brüten
Der nächste Tipp ist nur für Spieler gedacht, die kein Problem damit haben ein paar Euro zu investieren. Ihr könnt euch im Shop Münzen kaufen und diese gegen Items eintauschen. Ich habe mir um EUR 10,- Münzen gekauft und diese gegen Brutkästen für die Eier getauscht. Somit könnt ihr neun Eier gleichzeitig brüten. Diese Brutkästen sind dreimal einsetzbar. Einen unendlichen Brutkasten habt ihr fix im Inventar.

Routen planen
Anstatt ohne Koordination durch die Gegend zu marschieren empfiehlt es sich eine fixe Route mit mehreren Poke-Stopps zu planen. Genutzte Poke-Stopps sind bereits nach 5 bis 15 Minuten wieder aufgeladen. In meinem Beispiel gehe ich eine 1,4km lange Route mit 10 Poke-Stops mehrmals ab. Wenn dann mal ein Lockmodul auf der Strecke aktiviert wird, ist das natürlich der beste Grund dort zu bleiben und auch davon zu profitieren. Wenn man diese Runde 8x gemütlich geht hat man 11,2 km zurückgelegt. Damit sind sogar die 10km-Pokemon-Eier in euren Brutkästen schon wieder ausgebrütet. Weiters komme ich bei acht Runden auf ca. 30-70 Pokemon (ja nachdem, ob Lockmodule und der Rauch aktiv sind oder nicht). Unterhaltsam ist sowas natürlich nur in der Gruppe. Alleine wäre das kein langfristiger Spaß. ;)

Nur entwickeln, nicht verstärken
Ihr erhaltet für jedes gefangene und ausgebrütete Pokemon „Bonbons“ und „Sternenstaub“. Spart euch den Sternstaub unbedingt auf und sammelt zusätzliche Bonbons indem ihr bei doppelten Pokemon das schwächere immer an den Professor verschickt. . Es zahlt sich wirklich nicht aus die ersten Pokemon zu verstärken, da man mit steigendem Trainer-Level auch stärkere Pokemon der gleichen Art sammelt. Zum Beispiel habe ich anfangs Hornliu und Taubsi mit WP 40 gefangen. Mit Trainer-Level 16 fange ich die gleichen Monster mittlerweile mit WP 365.
Jedoch entwickeln solltet ihr die Pokemon so viel und oft es geht. Das bringt jede Menge Erfahrungspunkte und lässt euer Trainer-Level recht zügig steigen.

Nun bleibt mir nur mehr euch weiterhin viel Spaß mit Pokemon GO zu wünschen und ich freue mich natürlich, falls ich jetzt den einen oder anderen sogar für das Spiel interessieren konnte. Freue mich auf viele Fair-Player, die den Grundgedanken des Spiels aktiv leben und das Auto oder Moped daheim stehen lassen.

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