Was ist eine Lymphdrainage?

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Massagetechnik, bei der durch die oberflächliche und tiefe Hautverschiebung der Lymphfluss angeregt wird. Dadurch werden Ödeme und Hämatome schneller abtransportiert.

Bei welchen Beschwerden macht man eine Manuelle Lymphdrainage?

Vor allem im Bereich der postoperativen Behandlung hat sich die Manuelle Lymphdrainage besonders bewährt. Schwellung nach operativen Eingriffen sind relativ häufig und sollten schnellstmöglich wieder abtransportiert werden. Sei es nach OPs an Knie, Hüfte, Sprunggelenk oder auch bei einem sekundären Arm-Lymphödem nach einer Brustamputation. Die Einsatzmöglichkeiten sind zahlreich.

Durch die Wirkung auf das parasympathische Nervensystem hat sich die Manuelle Lymphdrainage auch im Bereich der Entspannungsmassagen einen wichtigen Stellenwert geschaffen. Begleitende Lymphdrainagen bei einer Entschlackungskur oder während der Schwangerschaft sind ebenfalls sehr beliebt.

Bei welchen Körperteilen kommt eine Lymphdrainage zum Einsatz?

Die Manuelle Lymphdrainage kann am ganzen Körper angewendet werden. Zu Beginn werden die Hals-Lymphknoten angeregt und erst danach arbeitet man am jeweiligen Einsatzgebiet in dem Ödeme oder Hämatome vorliegen, meist an den Extremitäten.

Zur Entspannung empfiehlt sich vor allem eine Kopf- und Gesichtlymphdrainage. Hier erfahren Sie mehr über Entspannungsmassagen >>

Wie lange dauert eine Behandlung?

Eine Behandlung dauert mindestens 30 Minuten, da die Aktivierung der Halslymphknoten bereits einige Zeit in Anspruch nimmt. Eine postoperative bzw. krankheitsbedingte Lymphdrainage sollte so eingeteilt werden, dass pro Extremität ca. 30 Minuten (inklusive Halslymphknoten) zur Verfügung stehen. Die Gesichtslymphdrainage zur Entspannung empfiehlt sich mit 50 bis 60 Minuten.